Profil der Schule

Ausbilden entlang der Wertschöpfungskette im Berlin-Brandenburger Cluster „Gesundheit“ sowie in den Kompetenzfeldern „Biotechnologie, Optische Technologien und Mikrosystemtechnik“

Das OSZ Lise Meitner ist ein Oberstufenzentrum für Naturwissenschaften, welches verschiedene Bildungsgänge bzw. Schultypen unter einem Dach vereint.

Es ist das einzige OSZ im Berlin-Brandenburger Raum, das die Gesamtheit des Berufsfeldes Chemie, Physik und Biologie in der Ausbildung und partiell in der Weiterbildung abdecken kann und abdeckt. Unter Einbeziehung aller Bildungsgänge besitzt das OSZ Lise Meitner bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal.

Auf der Basis einer hoch entwickelten Technologieplattform werden schwerpunktmäßig naturwissenschaftliche Laborberufe in den naturwissenschaftlichen Grunddisziplinen Chemie, Physik und Biologie ausgebildet.

Querschnitttechnologien wie Biophysik, Physikochemie, Biochemie und Biotechnologie, Molekularbiologie, Bioinformatik  und Informationstechnik gehören zum Repertoire der Ausbildung.

Das naturwissenschaftlich-labortechnische Know-how des OSZ Lise Meitner wird kontinuierlich in zwei synergistischen Einheiten bzw. Bildungsgängen entwickelt: in der Dualen Laborant*innen- und Mikrotechnolog*innenausbildung sowie in der staatlichen Ausbildung zum/zur Chemisch-technischen, Physikalisch-technischen und Biologisch-technischen Assistent*in.

In der Dualen Berufsausbildung (Betrieb plus Berufsschule) werden am OSZ Lise Meitner Chemielaborant*innen, Biologielaborant*innen, Pharmakant*innen und Chemikant*innen entlang der pharmazeutischen bzw. biotechnologischen Wertschöpfungskette ausgebildet.

Komplexe Labortechniken – von der Wirkstofffindung bis hin zur Arzneimittelentwicklung – werden in ca. 20 Praktikumsmodulen und 30 Fachlaboratorien entwickelt und durchgeführt.

Die chemische Industrie Berlins ist überwiegend im Pharmabereich tätig. Die auszubildenden Mikrotechnolog*innen, Physiklaborant*innen und Werkstoffprüfer*innen sind u.a. in den Berlin-Brandenburger Kompetenzfeldern Optische Technologien/Photonik, Mikrosystemtechnik und Materialwissenschaften tätig.

Zu den Partnerbetrieben des OSZ Lise Meitner im Cluster Gesundheitswirtschaft zählen renommierte Pharmabetriebe wie Bayer AG, Berlin Chemie, Takeda, B. Braun Melsungen aber auch bekannte mittelständische Biotechbetriebe wie Epigenomics, Untersuchungslaboratorien wie medizinmolekulardiagnostische Betriebe.

Partnerbetriebe in den Berlin-Brandenburger Kompetenzfeldern Optische Technologien und Mikrosystemtechnik sind Großbetriebe wie Siemens, mittelständische Unternehmen wie Sulfurcell, Silicon Sensor, u2t Photonics aber auch das Zentrum für Mikrosystemtechnik als Verband renommierter Berliner  Forschungseinrichtungen u.a. am Wissenschaftsstandort Adlershof. Zu einem weiteren wichtigen Kooperationspartner zählt das Bildungswerk NordOst Chemie innerhalb des Arbeitgeberverbandes NordOst Chemie.

Der hohe Innovationsdruck unserer Partnerbetriebe spiegelt sich am OSZ Lise Meitner in hohen Ausbildungsanforderungen wieder.

Im Rahmen unserer, für die vollschulische Ausbildung der CTA*, BTA* und PhyTA* benötigten komplexen Laborinfrastruktur und dem vorhandenen Know-how entwickeln wir die von der forschenden Industrie geforderten innovativen Ausbildungsmodule (z.B. zur Gentechnologie, Nanotechnologie, organischen kombinatorischen Synthesechemie u.a.) und transferieren diese wiederum in die Duale Ausbildung in Naturwissenschaft und Medizin. Die Technische Assistent*innenausbildung ist eine ca. 80-jährige tradierte Ausbildung. Nachfrager und Abnehmer sind in der Regel öffentliche, universitäre und außeruniversitäre Institute wie: Bundesinstitute, Fraunhofer-Institut, Helmholtz-Gesellschaft, Leibniz-Institute, Landesuntersuchungsämter, Max-Planck-Institut, uvm.

Die positiven synergistischen Effekte in der naturwissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung zwischen Dualem System und staatlicher Ausbildung zum/zur Technischen Assistent*in bewirken einen hohen fachlichen Standard.

In den Bildungsgängen Fachoberschule und Berufsoberschule haben Schüler*innen mit naturwissenschaftlichen Berufen die Möglichkeit die Fachhochschul- bzw. die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Diese Schulen sind ebenfalls naturwissenschaftlich profiliert.

Das Berufliche Gymnasium besitzt ein naturwissenschaftliches Profil. Im Vergleich mit einem herkömmlichen Gymnasium werden alle Naturwissenschaften von Laborpraktika begleitet, so dass die Schüler*innen mit zwei naturwissenschaftlichen Fächern nach dem Abitur in einem Jahr verkürzt zum/zur CTA, BTA und PhyTA* ausgebildet werden können.

In den letzt genannten Bildungsgängen sind geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer Bestandteil der Lehrpläne. Die fremdsprachlich ausgebildeten Kolleg*innen stehen wiederum dem beruflichen Bildungsgängen für technisch-naturwissenschaftliches Englisch sowie englischsprachige Praktika zur Verfügung. Auch diese synergistischen Effekte bewirken die landesweite anerkannte fachliche Kompetenz des OSZ Lise Meitner.

Das Team des OSZ Lise Meitner umfasst 80 Naturwissenschaftler*innen, 40 Geisteswissenschaftler*innen und 20 meist technische Mitarbeiter*innen.

* (CTA = Chemisch-technische/r, PhyTA = Physikalisch-technische/r und Biologisch-technische/r Assistent*in)